Shahrokh Sound Of K.

Dripping Point

Gibt es eigentlich Iraner im globalen Dancezirkus. Ja die gibt es: Deep Dish zum Beispiel, Ali Dubfire & Sharam, oder eben Shahrokh. Während der stark vom Westen beeinflussten Shahzeit in Teheran geboren, machte Shahrokh dort 1985 sein Abitur, kam aber wie viele Perser nach dem Regimesturz nach Deutschland.
„Perser“, sagt Shahrokh „sind melancholische Menschen, mit viel Sinn fürs Poetische. Was hat das mit House zu tun? „Die persische Volksmusik , das lässt sich grundsätzlich sagen, hat Housetempo“, meint Shahrokh, „so 120 bis 126 bpm, auch wenn sie viel polyrhythmischer ist, so dominieren melancholische Weisen über diesen Tempi, wobei die originalen Tänze dem „Jacking“ (hydraulisches von unten nach oben tanzen, als Gegenteil zum im Westen verbreiteten Rocken oder Headnodding, wo wie Bewegung von oben nach unten geht.) auch nicht unähnlich sind. Bei Shahrokh Sound Of K ersetzt das Cello oder Pads die melancholische Komponente. Und wenn man sich an die alte Housemusik der späten Achtzige und frühen Neunziger erinnert findet man durchaus viel Melancholie. Fragt oder hört Robert Owens.



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