
Land of Plenty (Reverse Angle)
Drama - Deutschland/USA 2004 / 123 Minuten
Bundesstart: 07.10.2004
Drama - Deutschland/USA 2004 / 123 Minuten
Regie: Wim Wenders
Drehbuch: Wim Wenders & Michael Meredith
Darsteller: Michelle Williams, John Diehl & Shaun Toub
Irgendwo in Los Angeles, eine Überwachungskamera schiebt sich langsam aus dem Wagendach eines Kleinbusses und zuckt nervös hin und her. Am anderen Ende der Leitung befindet sich ein Mann in verdeckten Ermittlungen. Sein Name ist Paul, der Auftrag: vorbeugende Maßnahmen zu treffen, ungewöhnliche Dinge zu beobachten und sein Land zu schützen, damit Ereignisse wie die vom 11. September oder generell unbegründete Kriegangriffe, sich nicht so schnell wieder ereignen. Seinen Bemühungen zum Trotz arbeitet er nicht im Auftrag der USA oder anderer Regierungen, sondern auf eigene Faust. Sein Freund Jimmy hilft ihm dabei so gut er kann. Beide waren Kameraden im Vietnamkrieg und nun koordinieren sie ihre geheimen Aktionen von einem Schrottplatz aus.
Zur gleichen Zeit in einem anderen Stadtteil von L.A., dem sogenannten Downtown, trifft Lana ein. Gerade frisch auf dem Flughafen angekommen, nimmt sich ihrer ein alter Freund ihres Vaters an. Lana lebte die letzten 10 Jahre in Afrika und im Nahen Osten als Missionarstochter. Sie möchte gern studieren, Literatur oder Schriftstellerei. Um einen einfachen Einstig ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten zu haben, arbeitet sie übergangsweise in einem Obdachlosenheim, welches von dem Freund ihres Vaters geleitet wird. Zuvor soll sie allerdings noch einen Wunsch ihrer todkranken Mutter erfüllen und ihren Onkel finden, der sich vor Jahren von der Familie abgewandt hat. Durch einige Nachforschungen findet sie ihn.
Sein Name: Paul. Er ist Lana gegenüber jedoch sehr distanziert und der Weg an ihn heranzukommen, ist sehr steinig. Erst durch ein schreckliches Ereignis kommen sich die beiden näher und versuchen nun gemeinsam, jeder auf seine Weise, dieses Ereignis aufzuklären...
Fazit:
Nachdem Meister Wenders zum wiederholten Male einen Film in seiner Wahlheimat heruntergedreht hat, setzt er sich diesmal aktueller denn je mit einem wichtigen Thema auseinander. Gedreht mit Digital-Kameras und dogmatischen Einflüssen, gelingt ihm das Kunststück, dennoch sehr ruhige Bilder einzufangen. In der hier gezeigten Welt, wo der Unterschied zwischen Arm und Reich doch weit klafft, lichtet Wenders ein ironisches Negativbild ab, welches aber nie albern wirkt. Dies ist auch den guten Hauptakteuren zu verdanken. Er beleuchtet seine Charaktere vollends und zeichnet ein Bild von beiden, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Michelle Williams, vielen bekannt als Jen aus der Serie „Dawson´s Creek“ oder weniger bekannt als junge Ausgabe von Sil in „Species“, agiert hier besser als je zuvor in einer ihrer Hauptrollen und zeigt uns das Bild einer junger Frau, welches am Anfang sehr naiv wirkt, aber bei genauerem Hinsehen doch sehr bodenständig ist. Vietnamveteran Paul, gespielt von John Diehl, auch bekannt aus Wenders „Am Ende der Gewalt“, in seiner ersten richtigen Hauptrolle, wirkt anfänglich sehr sicher und kräftig, ist aber wiederum ein schon seit längerem gebrochener Mann.
„Land of Plenty“ bildet in sehr schönen Bildern mit einem Hammersoundtrack (Smd Col/Sony) von Leonard Cohen, Travis und Thom alias Thomas Heinrich in Zusammenarbeit mit Nackt, ein kleines, fast schnörkelloses Kunstwerk. Der gegen Ende immer wieder auftretenden Patriotismus sollte nicht zu ernst genommen werden. Denn, hier zeigt sich im Grunde nur die leise Demontage des Landes mit den unbegrenzten Möglichkeiten.
Krabaz

Bundesstart: 07.10.2004
Drama - Deutschland/USA 2004 / 123 Minuten
Regie: Wim Wenders
Drehbuch: Wim Wenders & Michael Meredith
Darsteller: Michelle Williams, John Diehl & Shaun Toub
Irgendwo in Los Angeles, eine Überwachungskamera schiebt sich langsam aus dem Wagendach eines Kleinbusses und zuckt nervös hin und her. Am anderen Ende der Leitung befindet sich ein Mann in verdeckten Ermittlungen. Sein Name ist Paul, der Auftrag: vorbeugende Maßnahmen zu treffen, ungewöhnliche Dinge zu beobachten und sein Land zu schützen, damit Ereignisse wie die vom 11. September oder generell unbegründete Kriegangriffe, sich nicht so schnell wieder ereignen. Seinen Bemühungen zum Trotz arbeitet er nicht im Auftrag der USA oder anderer Regierungen, sondern auf eigene Faust. Sein Freund Jimmy hilft ihm dabei so gut er kann. Beide waren Kameraden im Vietnamkrieg und nun koordinieren sie ihre geheimen Aktionen von einem Schrottplatz aus.
Zur gleichen Zeit in einem anderen Stadtteil von L.A., dem sogenannten Downtown, trifft Lana ein. Gerade frisch auf dem Flughafen angekommen, nimmt sich ihrer ein alter Freund ihres Vaters an. Lana lebte die letzten 10 Jahre in Afrika und im Nahen Osten als Missionarstochter. Sie möchte gern studieren, Literatur oder Schriftstellerei. Um einen einfachen Einstig ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten zu haben, arbeitet sie übergangsweise in einem Obdachlosenheim, welches von dem Freund ihres Vaters geleitet wird. Zuvor soll sie allerdings noch einen Wunsch ihrer todkranken Mutter erfüllen und ihren Onkel finden, der sich vor Jahren von der Familie abgewandt hat. Durch einige Nachforschungen findet sie ihn.
Sein Name: Paul. Er ist Lana gegenüber jedoch sehr distanziert und der Weg an ihn heranzukommen, ist sehr steinig. Erst durch ein schreckliches Ereignis kommen sich die beiden näher und versuchen nun gemeinsam, jeder auf seine Weise, dieses Ereignis aufzuklären...
Fazit:
Nachdem Meister Wenders zum wiederholten Male einen Film in seiner Wahlheimat heruntergedreht hat, setzt er sich diesmal aktueller denn je mit einem wichtigen Thema auseinander. Gedreht mit Digital-Kameras und dogmatischen Einflüssen, gelingt ihm das Kunststück, dennoch sehr ruhige Bilder einzufangen. In der hier gezeigten Welt, wo der Unterschied zwischen Arm und Reich doch weit klafft, lichtet Wenders ein ironisches Negativbild ab, welches aber nie albern wirkt. Dies ist auch den guten Hauptakteuren zu verdanken. Er beleuchtet seine Charaktere vollends und zeichnet ein Bild von beiden, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Michelle Williams, vielen bekannt als Jen aus der Serie „Dawson´s Creek“ oder weniger bekannt als junge Ausgabe von Sil in „Species“, agiert hier besser als je zuvor in einer ihrer Hauptrollen und zeigt uns das Bild einer junger Frau, welches am Anfang sehr naiv wirkt, aber bei genauerem Hinsehen doch sehr bodenständig ist. Vietnamveteran Paul, gespielt von John Diehl, auch bekannt aus Wenders „Am Ende der Gewalt“, in seiner ersten richtigen Hauptrolle, wirkt anfänglich sehr sicher und kräftig, ist aber wiederum ein schon seit längerem gebrochener Mann.
„Land of Plenty“ bildet in sehr schönen Bildern mit einem Hammersoundtrack (Smd Col/Sony) von Leonard Cohen, Travis und Thom alias Thomas Heinrich in Zusammenarbeit mit Nackt, ein kleines, fast schnörkelloses Kunstwerk. Der gegen Ende immer wieder auftretenden Patriotismus sollte nicht zu ernst genommen werden. Denn, hier zeigt sich im Grunde nur die leise Demontage des Landes mit den unbegrenzten Möglichkeiten.
Krabaz




















