Fünf mal Zwei / 5x2 (Prokino / 20th Century Fox)

Drama - Frankreich 2004 / 90 Minuten

Bundesstart: 21.10.2004

Drama - Frankreich 2004 / 90 Minuten
Drehbuch & Regie: François Ozon
Darsteller: Valeria Bruni-Tedeschi, Stéphane Freiss & Géraldine Pailhas

Fünf mal Zwei, gleichbedeutend der Anzahl jener Kapitel im Leben von Marion und Gilles. Ihr Leben in einem Zeitraum über fünf Jahre, jedoch alles in umgekehrter Reihenfolge. Alles beginnt eigentlich mit dem Scheidungstermin der Protagonisten. Eher verhalten und katastrophal folgt anschließend ein sexuelles Stelldichein in einem Hotelzimmer. Im weiteren Verlauf bekommet man Einblicke in ein doch sehr bewegtes Eheleben. Von Dinnereinladungen, auf denen über Sexcluberlebnisse berichtet wird, von Alltagsproblemen bzw. gewissermaßen dem täglichen Streit über verschiedenste Dinge, wie zum Beispiel die Bedienung elektronischer Haushaltsgeräte. Es folgt die Geburt des Kindes, bei welcher Marion alleingelassen, das Wunder der Geburt ohne Gilles Anwesendheit im Kreissaal durchstehen muss. Gilles machte es sich indes lieber vor dem Krankenhaus im Auto gemütlich und wartet nervös auf das nun Folgende.

Im Anschluss folgt die Hochzeit und die nicht minderschöne Hochzeitsnacht, welche Gilles allerdings verschläft, Marion sich aber dennoch zu helfen weiß. Den Schluss rundet nun das Balzritual zweier Frischverliebter im Ferienclub ab und somit beginnt ein zum Scheitern verurteiltes Eheleben...

Fazit:
Wie macht der Franzose das nur? François Ozon macht Filme - nein besser - er zaubert Filme auf die Leinwand, welche ständig das gewisse Etwas haben. Sei es bei „8 Frauen“, „Swimmingpool“ oder dem rattenscharfen „Sitcom“. Auch „Fünf mal Zwei“ geizt nicht mit seinen Reizen. Eine episodenhafte Verknüpfung von schönen Gefühlen wie Liebe, Lust, Glück bis hin zu eher Schmerzhaftem, wie Unsicherheit, Missverständnissen und seelischer Zersetzung. Ozon zeigt die bewegende Demontage eines Ehelebens zweier Menschen in einer überschaubaren Umkehrung der chronologischen Geschichte. So manchem wird das Herzlein schmerzen, denn der Soundtrack entfaltet sich in seiner vollen Pracht. Am Ende verlässt man das Kino mit zwiespältigen Gefühlen, einerseits glücklich über das zuckersüße Ende, andererseits nachdenklich und verärgert über die Selbstzerstörung des eigenen (Film)Glücks...

Krabaz




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