
“Baarìa“
Ein Meisterwerk von Guiseppe Tornatore mit Musik von Ennio Morricone
Bis auf ein paar Zitronenplantagen, wenige Prachtvillen und einige Randnotizen der jüngeren italienischen Geschichte hat die sizilianische Stadt Bagheria nicht viel zu bieten. Im letzten Jahr kam allerdings ein Aushängeschild hinzu, mit dem Oscar-Preisträger Giuseppe Tornatore (“Cinema Paradiso“) seiner Heimatstadt ein Denkmal geschaffen hat, der Film “Baarìa“.
“Baarìa“, wie die Einheimischen ihre Stadt in den frühen Dreißigern des 20. Jahrhunderts genannt haben , ist der Geburtsort des jungen Schäfersohnes Peppino (Giovanni Gambino, Davide Viviani, Francesco Scianna). Vielen Ungerechtigkeiten ausgesetzt, zeichnet sich Peppino durch seine unerschütterliche Zuversicht und seinen Lebenshunger aus. Nachdem Italien durch die US-amerikanischen Truppen vom Mussolini-Faschismus befreit wird, tritt er der kommunistischen Partei bei und heiratet gegen alle Widerstände die gleichsam junge wie starke, aber eigentlich schon versprochene Mannina (Mariangela Di Cristina, Margareth Madè). Peppinos erst spät fruchtende politische Karriere und ihre drei Kinder stellen sie jedoch vor große Herausforderungen und beide drohen, davon erdrückt zu werden …
Mit “Baarìa“ bringt Giuseppe Tornatore am 29. April einen beeindruckenden Film zur Lebensgeschichte der Figur des Peppino Torrenuova auf die Leinwand. Mit nicht zu übersehender Liebe zu seiner Heimatstadt Bagheria zeigt er das Scheitern und Triumphieren seines Helden. Egal ob es sich um die sizilianischen Landgebiete, Stadtpanoramen oder die kleine Hütte handelt, in der Peppinos Eltern mit ihrer Famillie anfänglich leben, man kann sich an den Bildern kaum satt sehen. Mit 35.000 Komparsen erweckt Tornatore Bagheria über ein halbes Jahrhundert hinweg erneut zum Leben und portraitiert die Entwicklung der Stadt und ihrer Bewohner anhand der Lebensgeschichte Peppinos. Selten ist der Ausdruck “Liebe zum Detail“ so angebracht wie bei diesem Film. Alle Schauspieler sind ausnahmslos Könner ihres Fachs, davon sind die Kinderdarsteller, die Mannina, Peppino und andere in ihren frühen Jahren spielen, nicht ausgenommen. Als atmosphärisches Bonbon, das den Film nochmals veredelt, stammt die gesamte musikalische Untermalung aus dem Taktstock von Oscar-Preisträger Ennio Morricone persönlich.
“Baarìa“ ist ein Film, den man gesehen haben muss, denn trotz kleinerer Schnitzer in der Maske zum Ende des Films, die allerdings kaum ins Gewicht fallen, liefert Giuseppe Tornatore ein cineastisches Meisterwerk ab, das seinen Zuschauern alles bietet: Tolle Darsteller, wunderschöne Kulissen, eine Spur der Geschichte Italiens, ohne Pizza- und Pastacharme und ein bewegendes Ende, das noch für Gesprächsstoff sorgen wird.
“Baarìa“ von Guiseppe Tornatore, mit Margareth Madè, Francesco Scianna und anderen läuft ab dem 29. April in den deutschen Kinos.
Michael Nitsche

Bis auf ein paar Zitronenplantagen, wenige Prachtvillen und einige Randnotizen der jüngeren italienischen Geschichte hat die sizilianische Stadt Bagheria nicht viel zu bieten. Im letzten Jahr kam allerdings ein Aushängeschild hinzu, mit dem Oscar-Preisträger Giuseppe Tornatore (“Cinema Paradiso“) seiner Heimatstadt ein Denkmal geschaffen hat, der Film “Baarìa“.
“Baarìa“, wie die Einheimischen ihre Stadt in den frühen Dreißigern des 20. Jahrhunderts genannt haben , ist der Geburtsort des jungen Schäfersohnes Peppino (Giovanni Gambino, Davide Viviani, Francesco Scianna). Vielen Ungerechtigkeiten ausgesetzt, zeichnet sich Peppino durch seine unerschütterliche Zuversicht und seinen Lebenshunger aus. Nachdem Italien durch die US-amerikanischen Truppen vom Mussolini-Faschismus befreit wird, tritt er der kommunistischen Partei bei und heiratet gegen alle Widerstände die gleichsam junge wie starke, aber eigentlich schon versprochene Mannina (Mariangela Di Cristina, Margareth Madè). Peppinos erst spät fruchtende politische Karriere und ihre drei Kinder stellen sie jedoch vor große Herausforderungen und beide drohen, davon erdrückt zu werden …
Mit “Baarìa“ bringt Giuseppe Tornatore am 29. April einen beeindruckenden Film zur Lebensgeschichte der Figur des Peppino Torrenuova auf die Leinwand. Mit nicht zu übersehender Liebe zu seiner Heimatstadt Bagheria zeigt er das Scheitern und Triumphieren seines Helden. Egal ob es sich um die sizilianischen Landgebiete, Stadtpanoramen oder die kleine Hütte handelt, in der Peppinos Eltern mit ihrer Famillie anfänglich leben, man kann sich an den Bildern kaum satt sehen. Mit 35.000 Komparsen erweckt Tornatore Bagheria über ein halbes Jahrhundert hinweg erneut zum Leben und portraitiert die Entwicklung der Stadt und ihrer Bewohner anhand der Lebensgeschichte Peppinos. Selten ist der Ausdruck “Liebe zum Detail“ so angebracht wie bei diesem Film. Alle Schauspieler sind ausnahmslos Könner ihres Fachs, davon sind die Kinderdarsteller, die Mannina, Peppino und andere in ihren frühen Jahren spielen, nicht ausgenommen. Als atmosphärisches Bonbon, das den Film nochmals veredelt, stammt die gesamte musikalische Untermalung aus dem Taktstock von Oscar-Preisträger Ennio Morricone persönlich.
“Baarìa“ ist ein Film, den man gesehen haben muss, denn trotz kleinerer Schnitzer in der Maske zum Ende des Films, die allerdings kaum ins Gewicht fallen, liefert Giuseppe Tornatore ein cineastisches Meisterwerk ab, das seinen Zuschauern alles bietet: Tolle Darsteller, wunderschöne Kulissen, eine Spur der Geschichte Italiens, ohne Pizza- und Pastacharme und ein bewegendes Ende, das noch für Gesprächsstoff sorgen wird.
“Baarìa“ von Guiseppe Tornatore, mit Margareth Madè, Francesco Scianna und anderen läuft ab dem 29. April in den deutschen Kinos.
Michael Nitsche




























