
“CHLOE“ - Erotikthriller mit Bestbesetzung
mit Julianne Moore, Liam Neeson und Amanda Seyfried
Einer der beschäftigsten Schauspieler Hollywoods dürfte momentan Liam Neeson sein. Allein in diesem Jahr ist er bereits an fünf großangelegten Kinoproduktionen beteiligt und dürfte damit ganz oben auf der Besetzungsliste von Hollywoods A-Prominenz rangieren. In dieser Woche startet sein neuster Streifen „Chloe“, ein Remake des französischen Erotikthrillers „Nathalie“(2003), diesmal aber von Regisseur Atom Egoyan (“Where The Truth Lies“) mit Julianne Moore und der Newcomerin Amanda Seyfried.
Die Ärztin Catherine (Julianne Moore) führt nach außen betrachtet eine wunderbares Familienleben. Doch das umtriebige Verhalten ihres Teenager-Sohnes Michael (Max Thieriot ) und ein Verdacht, den sie gegenüber ihrem Mann, dem Musikprofessor David (Liam Neeson) hegt, erschüttern sie tief. Eine verräterische SMS macht Catherine glauben, David hätte eine Affäre. Doch anstatt ihn zur Rede zu stellen, will sie erst Sicherheit haben und wendet sich an die blutjunge Prostituierte Chloe (Amanda Seyfried). Als diese ihr die vermeintlichen Belege für die Untreue und Schamlosigkeit ihres Mannes liefert, kann Catherine nicht aufhören und beginnt auf verletzende Weise Gefallen an der immer schmutziger werdenden Verführung ihres Mannes zu finden. Doch hinter der reizvollen Chloe ruht ein Geheimnis und Catherine droht den Verstand und ihre Familie irgendwo zwischen Lust, Begierde und Verzweiflung zu verlieren …
Das Cast ist das beste Aushängeschild des Films. Julianne Moore verkörpert ihre Rolle mit einer Mischung aus Zerbrechlichkeit und Aggression, was die Figur der Catherine auf eine gewisse Weise sehr reizvoll erscheinen lässt. Im Zusammenspiel mit der sinnlich agierenden Amanda Seyfried entwickelt sich eine sexuell aufgeladene Beziehung, die mehr auf dem schauspielerischen Können der beiden basiert als auf dem Skript und den Thriller ausgesprochen gut ergänzt. Liam Neeson bleibt mit seiner Rolle hierbei leider etwas im Hintergrund und kommt, der Rolle geschuldet, nur selten dazu, sein Talent zu präsentieren. Ärgerlicherweise wird dem geneigten Betrachter schon nach spätestens einer halben Stunde vorschweben, welchen Ausgang die Handlung nehmen wird. Darüber täuscht auch der gut umgesetzte, eingeschränkte Blickwinkel Catherines, den der Film nie verlässt, nicht hinweg.
Mit gelungenen Bilder, stilvoll subtiler Erotik und einer sehr guten Besetzung sind eigentlich alle Voraussetzungen für einen gelungenen Thriller erfüllt. Liebhaber verworrener Ränkespiele zwischen Einbildung und Realität werden mit “Chloe“ auch durchaus auf ihre Kosten kommen, wenn sie einige Schwächen im Drehbuch und das sich zu früh offenbarende Ende nicht stören sollten.
„Chloe“ von Atom Egoyan, mit Julianne Moore, Liam Neeson und Amanda Seyfried, startet am 15. April in den deutschen Kinos.
Michael Nitsche

Einer der beschäftigsten Schauspieler Hollywoods dürfte momentan Liam Neeson sein. Allein in diesem Jahr ist er bereits an fünf großangelegten Kinoproduktionen beteiligt und dürfte damit ganz oben auf der Besetzungsliste von Hollywoods A-Prominenz rangieren. In dieser Woche startet sein neuster Streifen „Chloe“, ein Remake des französischen Erotikthrillers „Nathalie“(2003), diesmal aber von Regisseur Atom Egoyan (“Where The Truth Lies“) mit Julianne Moore und der Newcomerin Amanda Seyfried.
Die Ärztin Catherine (Julianne Moore) führt nach außen betrachtet eine wunderbares Familienleben. Doch das umtriebige Verhalten ihres Teenager-Sohnes Michael (Max Thieriot ) und ein Verdacht, den sie gegenüber ihrem Mann, dem Musikprofessor David (Liam Neeson) hegt, erschüttern sie tief. Eine verräterische SMS macht Catherine glauben, David hätte eine Affäre. Doch anstatt ihn zur Rede zu stellen, will sie erst Sicherheit haben und wendet sich an die blutjunge Prostituierte Chloe (Amanda Seyfried). Als diese ihr die vermeintlichen Belege für die Untreue und Schamlosigkeit ihres Mannes liefert, kann Catherine nicht aufhören und beginnt auf verletzende Weise Gefallen an der immer schmutziger werdenden Verführung ihres Mannes zu finden. Doch hinter der reizvollen Chloe ruht ein Geheimnis und Catherine droht den Verstand und ihre Familie irgendwo zwischen Lust, Begierde und Verzweiflung zu verlieren …
Das Cast ist das beste Aushängeschild des Films. Julianne Moore verkörpert ihre Rolle mit einer Mischung aus Zerbrechlichkeit und Aggression, was die Figur der Catherine auf eine gewisse Weise sehr reizvoll erscheinen lässt. Im Zusammenspiel mit der sinnlich agierenden Amanda Seyfried entwickelt sich eine sexuell aufgeladene Beziehung, die mehr auf dem schauspielerischen Können der beiden basiert als auf dem Skript und den Thriller ausgesprochen gut ergänzt. Liam Neeson bleibt mit seiner Rolle hierbei leider etwas im Hintergrund und kommt, der Rolle geschuldet, nur selten dazu, sein Talent zu präsentieren. Ärgerlicherweise wird dem geneigten Betrachter schon nach spätestens einer halben Stunde vorschweben, welchen Ausgang die Handlung nehmen wird. Darüber täuscht auch der gut umgesetzte, eingeschränkte Blickwinkel Catherines, den der Film nie verlässt, nicht hinweg.
Mit gelungenen Bilder, stilvoll subtiler Erotik und einer sehr guten Besetzung sind eigentlich alle Voraussetzungen für einen gelungenen Thriller erfüllt. Liebhaber verworrener Ränkespiele zwischen Einbildung und Realität werden mit “Chloe“ auch durchaus auf ihre Kosten kommen, wenn sie einige Schwächen im Drehbuch und das sich zu früh offenbarende Ende nicht stören sollten.
„Chloe“ von Atom Egoyan, mit Julianne Moore, Liam Neeson und Amanda Seyfried, startet am 15. April in den deutschen Kinos.
Michael Nitsche



























