"4. Revolution- Energy Autonomy"

„Es ist nicht zu teuer, nicht unrealistisch und seht her, es ist bereits Realität.“

Ökologisches Bewusstsein gehört nicht erst seit Kyoto zur Grundeigenschaft der westlichen Welt, das lässt sich schwer leugnen. Dass diese jedoch weit davon entfernt ist, sich von Lippenbekenntnissen zu lösen, will ein Dokumentarfilm mit dem Titel „Die 4. Revolution- Energy Autonomy“ zeigen, aber gleichzeitig Hoffnung machen.
Wusstet ihr, dass 82 Millionen Deutsche in mehr als 38 Millionen Haushalten im Jahr mehr Energie verbrauchen, als alle 1.000 Millionen Menschen auf dem Afrikanischen Kontinent zusammen?
Wusstet ihr, dass Faith Birol, der Chef der Internationalen Energieagentur, einer Abteilung der OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) sieben Jahre im Chefsekretariat der OPEC (engl. Organization of Petrolium Exporting Countries) beschäftigt war? Wusstet ihr, dass die Weiterentwicklung von Windkrafträdern in den 70gern Jahren des vergangenen Jahrhunderts in der Region Californien, die führend auf diesem Gebiet war, durch Druck der Öllobby im Congress der Vereinigten Staaten gestoppt wurde?
All diese Informationen klingen, selbst wenn man sie zum ersten Mal hört, irgendwie vertraut und genau dort setzt Fechners Dokumentation an. Fechner spart nicht mit den typischen Fakten und wählt den Experten Dr. Hermann Scheer, der dies in Worte verpackt, die aufrüttelnund bei den Zusehern zu keinem schnell verschwindendem Staunen oder Apathie führen sollen . Diese Dokumentation geht einen anderen Weg: Sie zeigt Beispiele verschiedenster, internationaler Projekte, welche die Idee der autonomen Energieversorgung beeindruckend in Realität verwandeln. So schafft es ein Dorf in Mali, die medizinische Versorgung drastisch zu verbessern, einfach indem es eine Photovoltaikanlage installiert, um damit die permanente Versorgung mit Licht zu gewährleisten. Der Unternehmer Matthias Willenbacher beschäftigt 550 Angestellte in einem Bürogebäude, das mit Hilfe von verschiedensten und simplen Techniken mehr Energie produziert, als es verbraucht. Und in Dänemark hat es eine Organisation mit dem Namen 'Nordic Folke Center for Renewable Energy' geschafft, die größte energieautonome Region der Welt dauerhaft zu bewitschaften in der 50.000 Menschen allein von Windkraft mit Strom versorgt werden.
Dabei bleibt es allerdings nicht. Mit viel Ideologie und einer gesunden Portion Optimismus zeigen Fechner und Scheer weiter auf, welcher Kampf ganz im Stillen gerade in der Welt der globalen Energieproduktion stattfindet und welche Konsequenzen eine dezentralisierte Energieversorgung für die Energiewirtschaft und welche durchaus positiven Folgen für den Einzelnen daraus resultieren werden.
Der Film ist allerdings nur Teil einer größer angelegten Kampagne, der sich bis zum Filmstart am 18. März bereits Aktionsbündnisse in 100 Deutschen Städten angeschlossen haben.
In Leipzig konzentriert sich die Aktion um den ehemaligen Q.cells Marketingmanager Wolfgang Oels.
So wird nach der Premiere am 18. März in den Passage Kinos ein Forum zum Thema Energie-autonome Versorgung mit Ständen, aber auch Umweltorganisation, wie Greenpeace stattfinden. Dabei reicht die Bandbreite vom Errichten und Selbstbauen energiesparender Systeme und Photovoltaikanlagen, aber auch regenerativ erzeugter Energien und innovativen und bereits praktikablen Konzepten für den privaten Markt. Die konzeptuelle Idee setzt auf bereits vorhandene Strukturen und Gruppen und scheint offenbar aufzugehen.
Der Film, so aufwendig er auch produziert ist, dient hierbei als Mittel zum Zweck und soll den Aktionsbündnissen eine Bühne bieten. Für Aktionen und Informationen rund um den Raum Leipzig, stellt sich Wolfgang Oels unter    wolfgang_oels(at)yahoo.com    persönlich zur Verfügung.

„4. Revolution- Energy Autonomy“ startet am 18. März.

Michael Nitsche
 



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